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Anders altern

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 Die zukünftige Regenbogenvilla in der Niebuhrstraße 59/60 in CharlottenburgFast jeder von uns stellt sich heute die Frage: Wie werde ich im alter leben.

Wird es mir gut gehen? Was ist wenn ich pflegebedürftig werde?“
Unabhängig davon kommt es im Alter bei schwulen und lesbischen Senioren zu besonderen Problemen. Meist fühlen sie sich in den gängigen Seniorenheimen und Freizeitstätten fehl am Platze.
Die zukünftige Regenbogenvilla in der Niebuhrstraße 59/60 in Charlottenburg. (Fotomontage)

In Berlin ist es nun gelungen ein Altenwohnprojekt für Schwule und lesbische Senioren zu initiieren.
Ausschlaggebend waren die Erfahrungen die die Sozialarbeiter Dr. Marco Pulver und Frank Hartung in ihrem Netzwerk „Anders Altern“, gemacht haben. Der Bezirk Charlottenburg / Wilmersdorf verkauft dafür ein zuletzt als Kita genutztes Gebäude in der Niebuhrstraße 59 – 60 an den Trägerverein des Wohnprojektes. Auch bei Parteien und Künstlern findet die Regenbogenvilla breite Unterstützung.

Zum Beispiel veranstaltete die Kabarettistin Gabi Decker in ihrer Eigenschaft als Schirmherrin der Schwulenberatung im September eine Benefizgala im „GOYA“ am Nollendorfplatz. Unter anderem traten Marusha, Gitte Haenning, Kurt Krömer und der RBB Moderator Harald Pignatelli auf.
Letzterer unterstützt das Projekt bereits seit längerem.

Die Regenbogenvilla ist jedoch nicht nur ein reines Wohnprojekt, die Schwulenberatung wird dort ebenfalls mit einziehen. Neben einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke werden auch altersgerechte Wohnungen eingerichtet. Auf vielfachen Wunsch werden ein Fünftel der Wohnungen an Interessenten ohne spezielle Neigungen und an lesbische Seniorinnen vergeben. Man(n) will also nicht nur „unter sich“ sein.
Obwohl das Haus erst im Jahr 2010 eröffnet werden soll, stehen schon 70 Bewerber auf der Warteliste.
Das zeigt, dass die Nachfrage auch ein weiteres Projekt tragen würde.

Aber zunächst werden die Handwerker in die Niebuhrstraße einziehen und den Umbau des Hauses in Angriff nehmen.
Im großen Garten wird eine Veranstaltungshalle mit mehr als 200 qm Nutzfläche errichtet. Besonderes Highlight ist dort die nach Süden ausgerichtete Dachterrasse. Die Halle soll für Vorträge, Konzerte und Ausstellungen offen sein. Im Cafe wird regelmäßig ein Mittagstisch angeboten.

Im gesamten Projekt werden ca. 20 Arbeitsplätze geschaffen. Diese werden vorwiegend mit Mitarbeitern besetzt, die aufgrund von Erkrankungen wie z.b. HIV auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind.

Die Eröffnung des Wohnprojektes soll mit einem Tag der offenen Tür in der ersten Jahreshälfte 2010 gefeiert werden. Bis dahin ist es auch weiterhin nötig das Projekt finanziell zu unterstützen.
 

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