
Es gibt in unserem Leben oft gesundheitliche Einschränkungen, die in frühem wie auch in spätem Alter eintreten können und dem zufolge einer langwierigen oder sogar kontinuierlichen Behandlung bedarf.
Um die Geschichte dieser beiden Krankheiten dem Menschen (jung oder älter) etwas näher zu bringen, möchten wir hier eine Information zum Unterschied zwischen Diabetis und Hyperinsulinismus erläutern, insbesondere zum Hyperinsulinismus:
Diabetis: Mangel an Insulin, wobei die produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört sind.
Es gibt 2 Arten dieser Krankheit: Der Typ 1 Diabetis (meist in jungen Jahren) entsteht oft durch Fehlsteuerung des Immunsystems, Vererbung oder durch Infektionen (Virus). Es wird kein Insulin mehr produziert, es steigt der Blutzucker, demzufolge kann nur eine medikamentöse Behandlung erfolgen. Der Typ 2 Diabetis wird auch Altersdiabetis (häufig auftretend nach dem 40. Lebensjahr, die Risiken dieser Erkrankung bedingt durch falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder auch Übergewicht) genannt. Der Verlauf des Typ 2: Erst wird genügend Insulin produziert (Bauchspeicheldrüse), kann aber vermehrt abnehmen, so dass auch hier eine Insulintherapie die Folge ist.
Hyperinsulinismus: Um diese Art Erkrankung besser zu verstehen oder darüber vielleicht mehr zu erfahren, möchten wir den Beginn und den Ver- oder Ablauf am Beispiel eines heute dreijährigen Jungen schildern.
Hyperinsulinismus ist die Form einer selten aber lebensbedrohlichen Erkrankung von Neugeborenen und Kleinkindern. Das heisst, eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin produziert und dadurch eine Unterzuckerung auftritt, die lebensbedrohlich sein kann. Der Junge kam im September 2006 als Frühchen (35. Woche) mit dieser Erkrankung auf die Welt. Von Geburt an wurde zusätzliche Milchnahrung bis zum 2 . Lebensjahr über eine Sonde (Einführung durch die Nase, über den Rachen bis in den Magen) verabreicht. Außerdem war es notwendig, alle drei Stunden über eine Spritze (nur in Bauchfalte oder Oberschenkel) ein Mittel zu injizieren, das die Bauchspeicheldrüse den Insulinhaushalt ausgleicht, d. h. die Überproduktion auf normale Anteile bringt. Seit dem 2. Lebensjahr bleibt die Sonde auch weiterhin erhalten, da diese zusätzliche Nahrung (jetzt in Form von Apfelsaft mit Stärke) sehr wichtig ist, denn bei Hyperinsulinismus ist kein Hungergefühl vorhanden. Das Spritzen des Mittels ist nur noch einmal im Monat erforderlich. Man weiß nicht, ob dieser kleine Junge ein Ausnahmefall ist, aber er lässt alle Tortouren wie die Sonde, die Spritze, häufige Zuckerwertmessungen sowie die zahlreichen Untersuchungen geduldig und mit einem Lächeln auf den Lippen über sich ergehen.
Glücklicherweise tritt diese Erkrankung nicht so oft auf, aber man hofft, daß alle Betroffenen ihr Leben mit dieser Krankheit gut meistern.








