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Allerheiligen - Allerseelen - Halloween

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Jährliche Gedenktage für die Verstorbenen gab es schon im antiken Christentum. Im 9. Jahrhundert gelangte das Allerheiligenfest durch irisch-schottische Missionare nach Europa und wird seit dem alljährlich am 1. November begangen.

An diesem Tag gedenkt man aller, auch der unbekannten, Heiligen. Die unbekannten Heiligen sind die Verstorbenen, die bereits am Ziel, dem Himmel, angekommen sind. Die Angehörigen schmücken die Gräber auf den Friedhöfen mit immergrünen Zweigen, Astern und Chrysanthemen. Die grüne Farbe symbolisiert die Hoffnung. Eine Kerze, das Seelenlicht, wird auf den Gräbern entzündet. Das Seelenlicht brennt auch noch am Allerseelentag und stellt das „Ewige Licht“ dar, das den Verstorbenen leuchtet.

Allerseelen, am 2. November, ist der Gedächtnistag für alle Verstorbenen, die noch auf dem Weg in den Himmel sind. Der heilige Abt Odilo von Cluny führte ihn 998 in allen ihm unterstehenden Klöstern per Dekret ein. Der Tag verbreitete sich schnell und ist seit Anfang des 14. Jahrhunderts in Rom bekundet.
Nach altem katholischem Volksglauben benötigen die armen Seelen, die noch im Fegefeuer gereinigt werden, die Hilfe der Lebenden durch Gebet, Fasten und Almosen. Vor allem ihre Verwandten können Gott bitten, die Seelen aus dem Ort der Reinigung zu erlösen.

Allerheiligen ist auch Bestandteil einer Bauernregel: „Schnee am Allerheiligentag, gar nicht lange liegen mag.“
Normalerweise besteht Ende Oktober eine Hochdruckwetterlage, die zu Allerheiligen durchaus noch zu freundlichem Wetter führen kann. Ist jedoch unbeständiges Wetter mit Schneefall, so setzt, durch den Wechsel von kälterer zu wärmerer Luft, bald Tauwetter ein.

Die Kelten feierten Samhain (Sommers Ende), ein Erntedank- und Jahresendefest, in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November ausgelassen und fröhlich. Aus Anlass des Jahreswechsels meditierten sie und trafen Voraussagen für das nächste Jahr.
Um das heidnische Fest zu bekämpfen, legte die katholische Kirche den Allerheiligentag auf den 1. November. Da aber, vor allem im keltischen Raum, der heidnische Inhalt der Festnacht weiterhin erhalten blieb, führte die Kirche im 16. Jahrhundert dafür den Namen „All Hallowed Evening“, zusammen gezogen „Halloween“, ein. Damit war der Brauch endgültig christianisiert.

Die ausgewanderten Iren brachten Halloween im 19. Jahrhundert nach Amerika. Dort entwickelte es sich bald zu einem, inzwischen nicht nur für die Kinder, wichtigen stark kommerzialisierten Volksfest. In den letzten Jahren hat sich Halloween auch in Deutschland immer mehr verbreitet.

Unter anderem ziehen gruselig verkleidete Kinder mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ in der Nachbarschaft von Tür zu Tür und fordern, unter Androhung von Streichen, Süßigkeiten. Streiche können zum Beispiel, das Umwickeln von Bäumen mit Toilettenpapier, das Verkleben von Türschlössern, das Beschmieren von Türklinken oder Autoscheiben sein.

Halloween verdrängt zunehmend den alten Brauch des protestantischen Martini- bzw. des katholischen Martinssingens, bei dem Kinder, für das Singen von Liedern, Süßigkeiten erhalten.

 

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