Der ursprüngliche Flamenco entstand als Gefühlsausdruck des, von Unterdrückung, Armut und Leid gekennzeichneten, Lebens der Gitanos, der andalusischen Sinti und Roma.
Sie kamen um 1425 aus Indien, das sie im 10. Jahrhundert verlassen hatten, über Persien, Arabien und Afrika nach Andalusien. Aus den Ländern, durch die sie kamen, hatten sie viele Musik- und Tanzelemente übernommen. In Andalusien wiederum hatten über Jahrtausende die Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Juden, Mauren und Westgoten ihre Spuren hinterlassen. Die Vermischung der Klänge, Rhythmen und Tänze der Gitanos mit Elementen der andalusischen Musik führte zu dem Stil, den man heute Flamenco nennt.
Die Gitanos wurden von der andalusischen Bevölkerung in die lebensfeindlichen Gebirgsregionen abgedrängt. Dort konnte ihre verschworene Gemeinschaft nur durch Mundraub und Schmuggel überleben. Auf der Grundlage dieser Lebensumstände drückte der Flamenco Wut, Trauer und Verzweiflung ebenso aus wie Leidenschaft, Lebensfreude und Hoffnung.
Erste schriftliche Nachweise über die Musik der Gitanos stammen aus dem Jahr 1774. 1869-1910 setzte sich der Flamenco in den Cafés cantantes (Musikcafés) durch. Gesungen wurde mit rauer, natürlicher Stimme entgegen allen Regeln des Belcantos (schöner Gesang). Im Zeitraum bis 1955 eroberte der Flamenco, dem Belcanto mehr angepasst und ohne seine ursprüngliche Traurigkeit und Rauheit, die Theaterbühnen. Danach begann eine Rückbesinnung auf den Ursprung des Flamencos. Heute entstehen durch Einbau von Salsa-, Jazz-, Klassik-, Folklore- und Rockmusik-Elementen immer neue Flamencorichtungen. In seiner ursprünglichsten Form ist der Flamenco nur noch im andalusischen Viereck zwischen Granada, Málaga, Cádiz und Sevilla zu finden.
Man unterscheidet zwischen Cante (Gesang) und Baile (Tanz).
Der Gesang ist die älteste Form des Flamencos. Seine Art deutet auf maurischen Einfluss hin. Anfangs wurde der Gesang lediglich von rhythmisch klatschenden Händen oder einem, den Takt schlagenden, Stock begleitet. Tanz und Gitarre kamen erst später hinzu. Obwohl Armut und Elend der Gitanos als Ursache für die Wucht des Flamencos gelten, haben die meist anonymen und mündlich überlieferten Texte keinen sozialkritischen Inhalt.
Der Tanz, lange Zeit nur den Frauen vorbehalten, hatte ursprünglich weniger Bedeutung, da er als Showmittel galt und so dem introvertierten, stark emotionalen Charakter des Flamencos widersprach. Heute überwiegt er bei den Flamencodarbietungen.
Bei den Gitanos treten die Tänzer meist allein auf, um so ihre Gefühle im Tanz besser ausdrücken zu können. Die umgebende Gruppe beteiligt sich mit rhythmischem Händeklatschen und Zurufen. Der Gebrauch von Kastagnetten war und ist bei ihnen unzulässig.
Über die Herkunft des Tanzes gibt es kaum Belege. Die strengen Armbewegungen deuten auf indische oder arabische Wurzeln hin. Später sind sicherlich spanisch-andalusische Tanzeinflüsse hinzugekommen. Auf seinem Weg auf die Theaterbühnen wurde aus dem ursprünglich improvisierten, wilden Tanz ein polierter, auf den Publikumsgeschmack abgestimmter. Heute unterrichten die Flamencolehrer wieder mehr den traditionellen Stil.
Das Gitarrenspiel ist traditionell, wie die Rhythmusgestaltung durch Händeklatschen, Stockschlagen oder Trommeln, dem Tanz untergeordnet und passt sich diesem an. Inzwischen ist es aber auch zu einer eigenständigen Kunstform geworden.
Stundenlang (oft mehr als 24 Stunden) wiederholte Rhythmen und Gesänge können Künstler und auch Zuschauer in Trance und Raserei versetzen. Die Stimmung steigt dann enorm. Der ganze Raum gerät in emotionalen Aufruhr. Der Duende, der innere Geist des Flamencos bzw. sein Dämon, ist dann zum Vorschein gekommen.
Das Genießen des Augenblicks, die Spontaneität und die überkochende Emotionalität, dem unsteten Leben der Gitanos zugeschrieben, sind untrennbar mit dem Flamenco verbunden. So kann es schon mal vorkommen, dass Künstler ihren Auftritt abbrechen oder gar nicht erst auftreten, weil sie nicht in Stimmung sind.
Weltweit findet der Flamenco eine wachsende Anhängerschaft. Die Konzerte und Festivals auf allen Kontinenten belegen, dass sich der Flamenco, gemäß seinem Wesen, überall erschaffen und erleben lässt.
Erste schriftliche Nachweise über die Musik der Gitanos stammen aus dem Jahr 1774. 1869-1910 setzte sich der Flamenco in den Cafés cantantes (Musikcafés) durch. Gesungen wurde mit rauer, natürlicher Stimme entgegen allen Regeln des Belcantos (schöner Gesang). Im Zeitraum bis 1955 eroberte der Flamenco, dem Belcanto mehr angepasst und ohne seine ursprüngliche Traurigkeit und Rauheit, die Theaterbühnen. Danach begann eine Rückbesinnung auf den Ursprung des Flamencos. Heute entstehen durch Einbau von Salsa-, Jazz-, Klassik-, Folklore- und Rockmusik-Elementen immer neue Flamencorichtungen. In seiner ursprünglichsten Form ist der Flamenco nur noch im andalusischen Viereck zwischen Granada, Málaga, Cádiz und Sevilla zu finden.
Man unterscheidet zwischen Cante (Gesang) und Baile (Tanz).
Der Gesang ist die älteste Form des Flamencos. Seine Art deutet auf maurischen Einfluss hin. Anfangs wurde der Gesang lediglich von rhythmisch klatschenden Händen oder einem, den Takt schlagenden, Stock begleitet. Tanz und Gitarre kamen erst später hinzu. Obwohl Armut und Elend der Gitanos als Ursache für die Wucht des Flamencos gelten, haben die meist anonymen und mündlich überlieferten Texte keinen sozialkritischen Inhalt.
Der Tanz, lange Zeit nur den Frauen vorbehalten, hatte ursprünglich weniger Bedeutung, da er als Showmittel galt und so dem introvertierten, stark emotionalen Charakter des Flamencos widersprach. Heute überwiegt er bei den Flamencodarbietungen.Bei den Gitanos treten die Tänzer meist allein auf, um so ihre Gefühle im Tanz besser ausdrücken zu können. Die umgebende Gruppe beteiligt sich mit rhythmischem Händeklatschen und Zurufen. Der Gebrauch von Kastagnetten war und ist bei ihnen unzulässig.
Über die Herkunft des Tanzes gibt es kaum Belege. Die strengen Armbewegungen deuten auf indische oder arabische Wurzeln hin. Später sind sicherlich spanisch-andalusische Tanzeinflüsse hinzugekommen. Auf seinem Weg auf die Theaterbühnen wurde aus dem ursprünglich improvisierten, wilden Tanz ein polierter, auf den Publikumsgeschmack abgestimmter. Heute unterrichten die Flamencolehrer wieder mehr den traditionellen Stil.
Das Gitarrenspiel ist traditionell, wie die Rhythmusgestaltung durch Händeklatschen, Stockschlagen oder Trommeln, dem Tanz untergeordnet und passt sich diesem an. Inzwischen ist es aber auch zu einer eigenständigen Kunstform geworden.
Stundenlang (oft mehr als 24 Stunden) wiederholte Rhythmen und Gesänge können Künstler und auch Zuschauer in Trance und Raserei versetzen. Die Stimmung steigt dann enorm. Der ganze Raum gerät in emotionalen Aufruhr. Der Duende, der innere Geist des Flamencos bzw. sein Dämon, ist dann zum Vorschein gekommen.
Das Genießen des Augenblicks, die Spontaneität und die überkochende Emotionalität, dem unsteten Leben der Gitanos zugeschrieben, sind untrennbar mit dem Flamenco verbunden. So kann es schon mal vorkommen, dass Künstler ihren Auftritt abbrechen oder gar nicht erst auftreten, weil sie nicht in Stimmung sind.
Weltweit findet der Flamenco eine wachsende Anhängerschaft. Die Konzerte und Festivals auf allen Kontinenten belegen, dass sich der Flamenco, gemäß seinem Wesen, überall erschaffen und erleben lässt.








