Mit der Alterung der deutschen Gesellschaft steigt auch aus deren Ansicht das ideale Lebensalter.
Wurde 1997 als beste Lebensphase noch das Alter zwischen 18 und 24 Jahren genannt, wird heute das Alter zwischen 25 und 49 Jahren mehrheitlich als der schönste Abschnitt erklärt. Dies belegt eine repräsentative, kürzlich in Hamburg vorgestellte Studie „Altersträume“ des Zukunftsforschers Horst Opaschowski. Der Zeitraum eines Jahrzehnts reichte aus, um Kindheit und Jugend deutlich an Attraktivität einbüßen zu lassen. 1997 wurde das Teenageralter als schönste und beste Lebensphase von 13% der Bevölkerung benannt. 2007 waren es nur noch neun Prozent, die dieser Meinung waren. Derzeit denkt mehr als jeder Vierte, die schönste Lebensphase sei das mittlere Erwachsenenalter (25 - 49 Jahre), wobei fast ebenso viele Stimmen auf das junge Erwachsenenalter (18 - 24 Jahre) fielen. Sechs beziehungsweise vier Prozent favorisierten das Alter ab 50 oder 65 Jahren als besonders reizvoll.
Der Studie zufolge verschiebt sich der Zeitpunkt, in dem Menschen als „alt“ empfunden werden. Der aktuelle Durchschnittszeitpunkt liegt bei 71,6 Jahren. Vor vier Jahren galten bereits 68-Jährige als alt. Laut Horst Opaschowski koppele sich das gefühlte immer mehr vom biologischen Alter ab. 49% der Deutschen stufen jemanden als alt ein, wenn er ein Pflegefall wird. 38% sehen als alt an, wer starr und unflexibel werde, und für 33%, der Bevölkerung sind alt diejenigen, die sich nutzlos fühlen, egal welcher Jahrgang.








