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Home Tempelhof-Schöneberg Bezirkliches Ein Wahrzeichen unserer Stadt.

Ein Wahrzeichen unserer Stadt.

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Der „Insulaner“ ist eine 75 Meter hohe bewaldete Anhöhe im Berliner Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg, an der Bezirksgrenze zu Steglitz. 
Wo früher Kleingärten und freies urwüchsiges Gelände waren, entstand von 1946 bis 1951 der erste Trümmerberg - im Volksmund auch „Mont Klamott“ genannt - des ehemaligen Westberlins.

Aus den im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe zerstörten Straßenzügen Berlins wurden 1,8 Millionen Kubikmeter nicht mehr verwendbaren Trümmerschutts zu einem asymmetrischen Hügel mit flacheren und steileren Hängen aufgeschüttet.

Am 11. August 1951 wurde der 13 Hektar große „Insulanerpark“ eingeweiht und immer weiter als Erholungsgebiet ausgebaut.

Heute weist nichts mehr auf das Innenleben dieser Erhöhung hin, nur ein Gedenkstein unterhalb der Kuppe erinnert daran. Er trägt die Inschrift:

DER INSULANER
GESCHAFFEN IN DEN JAHREN
1946 – 1951 AUS TRÜMMERN
DES ZWEITEN WELTKRIEGES
TROTZ NOT UND BLOCKADE
BERLIN-SCHÖNEBERG 11. AUGUST 1951

Mehr als 4 Kilometer Wanderwege, eine Minigolfanlage, eine Liegewiese, welche im Winter als Rodelbahn genutzt wird, sowie das auf Steglitzer Gebiet gelegene Freibad „Am Insulaner“ bieten viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 waren für den Westteil Berlins keine astronomischen Großeinrichtungen mehr verfügbar und so entstand die Sternwarte auf und das Planetarium am Insulaner. Sie bilden ein komplettes astronomisches Volkszentrum, das vom Verein „Wilhelm-Foerster-Sternwarte e. V. mit Planetarium am Insulaner“ (WFS e. V.) betrieben wird. Dieser Verein pflegt und fördert die astronomische Forschung in Berlin und vermittelt Interessierten entsprechende Kenntnisse, die klassische Astronomie mit dem 12-Zoll-Bamberg-Refraktor aus dem Jahre 1889 und die moderne Astrophysik mit dem computergesteuerten 75-Zentimeter-Zeiss-Spiegelteleskop.

Es werden aber auch viele kulturelle Veranstaltungen angeboten.

Die „Wilhelm-Foerster-Sternwarte“ wurde 1962 aus Mitteln der Berliner Zahlenlotterie auf dem Insulaner errichtet und am 30. Januar 1963 eingeweiht. Die geografischen Koordinaten sind 52° 27’ 32’’ nördliche Breite und 13° 21’ 11’’ östliche Länge und die Höhe beträgt 78,4 Meter über Normalnull.

Nach der Gründung des „Wilhelm-Foerster-Institutes“ am 15. Oktober 1947 (Erteilung des Gewerbescheins durch die Alliierte Kommandatur) war in der Ruine Papestrasse 2 der erste Standort der Sternwarte. Seit dem Umzug auf den Insulaner ist der Bamberg-Refraktor in der 11-Meter-Kuppel untergebracht, der 6-Zoll-Schreiber-Doppelrefraktor befindet sich in der 5-Meter-Kuppel und auf der Plattform steht ein 7-Zoll-Teleskop. Mit ständigen Erweiterungen und Neuanschaffungen, zum Beispiel dem Neubau eines separaten Gebäudes mit einer 7-Meter-Kuppel im Jahre 1972 und dem Erwerb eines „Ritchey-Chretin-Teleskops“, ist die Sternwarte ein wichtiger Standort in Berlin.

Auch die Satellitenwarte der TU Berlin ist seit 1969 in der Sternwarte beheimatet.

Das erste Planetarium Berlins stand am Bahnhof Zoo und wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Nach der Grundsteinlegung im November 1963 wurde im Juni 1965 das „Zeiss-Planetarium“, am Fuße des Insulaners gelegen, eingeweiht. Es ist ein Großplanetarium mit einer 20-Meter-Kuppel und 300 Sitzplätzen, ausgestattet mit einem Projektor vom Typ Zeiss Vb. Eine Sonnenuhr aus Beton- und Stahlelementen ziert die Grünfläche vor dem behindertengerechten Seiteneingang des Gebäudes.

Als erste Erweiterung wurde ein kleiner Hörsaal eröffnet, 1972 kam ein optisches Labor hinzu, 1980 war Baubeginn für den Büroanbau und 1989 wurde die Bibliothek errichtet. Seit 1982 ermöglicht ein Sonnenteleskop auf dem Dach des Planetariums die direkte Bildübertragung in das Planetarium und mit der 1991 in Betrieb genommenen Laseranlage und diversen Möglichkeiten, Musik- und Soundeffekte ins Programm mit einzubringen, kann diese Lehr- und Bildungseinrichtung den Besuchern aller Altersstufen einen breitgefächerten Veranstaltungskalender bieten. Sogar für Hochzeiten kann das Planetarium genutzt werden. (ZB)

Wo finde ich den Insulaner?

Wilhelm-Foerster-Sternwarte-Planetarium
Munsterdamm 90 in 12169 Berlin (Schöneberg)
Tel. 790 093-0
www.wfs.be.schule.de
www.planetarium-am-insulaner.de
Bus: M76, 170, 187, 246
Bahn: S2, S25 (S-Priesterweg mit Fußweg)
 

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